Beiträge vom Januar, 2008

Wedding Receptions

Mittwoch, 30. Januar 2008 23:59

Nach der Hochzeits-Zeremonie von Atanu standen noch zwei Receptions auf dem Programm: die von Sajal und Monalisa sowie die von Saunak und Moumita. Bei der Reception wird bei Apéro und Abendessen die Ehefrau den Freunden und Verwandten des Mannes vorgestellt. Viele Leute kommen auch nur relativ kurz vorbei um Glückwünsche auszusprechen, das Buffet zu testen und um sich dann ziemlich bald wieder zu verabschieden.

Sajal & Monalisa
(Sajal & Monalisa)

Saunak & Moumita
(Saunak & Moumita)

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Ausländer raus!

Dienstag, 29. Januar 2008 23:59

Für das erste Februar-Wochenende planten Marco, Christian, Prash und ich einen Ausflug nach Darjeeling. Da derzeit nur wenige indische Fluggesellschaften im Ausland ausgestellte Kreditkarten für die Buchung akzeptieren, war es natürlich ein Vorteil, dass Prash indischer Staatsbürger ist. Seltsamerweise tauchte auf SpiceJet.com folgender Hinweis auf:

We regret our inability to accept non Indian nationals on our flights into and out of Bagdogra temporarily.

Am Telefon hat man uns versichert, dies würde sich nur auf die Kreditkarte beziehen, und somit waren wir beruhigt und die Transaktion verlief erfolgreich.

Drei Tage später bekam Prash einen Anruf von SpiceJet; man teilte ihm mit, dass die Verbindung nach Bagdogra eine ganz Neue sei und in der Anfangsphase tatsächlich nur indische Staatsbürger damit fliegen können. Das Firmenmotto auf der Website: flying for everyone! :P Immerhin bekam Prash das Geld zurück und wir konnten problemlos auf Air Deccan ausweichen.

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Indische Hochzeitszeremonie

Sonntag, 27. Januar 2008 23:59

Der 27. Januar 2008 war einer der “guten Tage” um zu heiraten, jedenfalls nach Ansicht indischer Astrologen. So kam es, dass an diesem Datum gleich drei meiner Arbeitskollegen heirateten. Da die indischen Hochzeitsfeierlichkeiten auf mehrere Tag verteilt sind, konnte ich auch bei allen einmal vorbeischauen. Üblicherweise kommen zur Ceremony eher die Freunde und Bekannte der Braut, zur sog. Reception diejenigen des Bräutigams, aber so strikt ist die Trennung auch nicht.

Wunderschöne Einladungskarten

Der Europäer und die indische BrautMein erster Hochzeitsbesuch war die Zeremonie von Atanu und Anamika. Das Haus war ein älteres Gebäude mitten im “Kuchen” von Kolkata, sehr einfach eingerichtet (mehr als ein paar Dutzend Plastikstühle stand den Gästen nicht zur Verfügung), nur drei Bereiche waren dekoriert: der Eingangsbereich, dort wo der Hauptteil der Zeremonie stattfinden sollte (der “Altar”) und die Ecke, in der die Braut stundenlang auf einem Stuhl auszuharren hat und für unzählige Fotos lächeln muss.

Das HochzeitspaarIm Prinzip übergeben die Eltern der Braut ihre Tocher der Famile des Mannes. Gastgeber ist die Familie der Braut und der Bräutigam trifft erst am Abend ein, somit ist das Paar zu Beginn noch getrennt und wird erst nach vielen Ritualen von einem Priester miteinander vereint (bei arrangierten Hochzeiten kann es durchaus sein, dass sie sich zum ersten Mal überhaupt begegnen - was aber heute weniger häufig vorkommt). Höhepunkte bilden das Austauschen von Blumenkränzen und diverse Handlungen um ein geweihtes Feuer herum. All dies dauert relativ lange, und so gingen die Gäste etappenweise essen (für alle zusammen wäre der Essensraum auch zu klein gewesen). Serviert wurde typisch bengalisches Essen (ohne Chicken wegen der Vogelgrippe), das man mit den Händen essen durfte/musste, da es kein Besteck dazu gab.

Die Hochzeit war sehr eindrücklich für mich, auch wenn ich nur wenig von den Bräuchen verstanden habe. Daher verzichte ich auf Erklärungsversuche und verweise auf’s WWW.

http://www.hinduism.co.za/marriage.htm
http://www.abenteuer-hochzeit.de/hb-indien.htm

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Indian Idol

Samstag, 26. Januar 2008 23:59

UltraStar, unser Karaoke-ProgrammDass wir Schweizer, Deutsche, Italiener und Östereicher in Kolkata ein ganz geselliges Grüppchen sind, bestreitet wohl niemand mehr, der uns kennt. Am Samstag hatte sich Ilario’s Wohnung wieder mal gut gefüllt mit Jungs und Mädels aus Europa und Indien. Hilight war unsere komplette Karaoke-Anlage bestehend aus Beamer, Mikrophonen, Laptop und UltraStar, einem Programm, das die gesanglichen Darbietungen unbestechlich bewertet. Einen fiesen Dieter Bohlen brauchten wir darum nicht, und ein jeder konnte hemmungslos zu Charts und Evergreens singen - bzw. nach einigen Bierchen und Drinks schreien. In weiser Voraussicht wurden die nächsten Nachbarn gleich mit eingeladen.

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Demokratisierung im Kleinen

Donnerstag, 24. Januar 2008 23:59

Obwohl - oder gerade weil - Westbengalen ein kommunistischer Bundestaat ist, schreitet die Demokratisierung unaufhaltsam voran, und da sind wir nun in einer Vorreiterrolle. Dies zeigt sich an der fast allabendlichen grossen Frage: “Wie sieht’s mit Abendessen aus?”. Christian hat nun die ultimative, absolut unbestechliche und faire Lösung dafür gefunden in Form eines Online Abstimmungs-Tools. Die Resultate sind etwas umständlich zu lesen, bemerkenswert ist aber jedenfalls, dass der Vorschlag “Unten raus, oben rein” auf phänomenale 33% gekommen ist! ;)

Essensumfrage

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Matterhorn im Himalaya?

Mittwoch, 23. Januar 2008 23:59

Den heutigen Feiertag nutzten wir, um eine Handelsmesse zu besuchen. Ausgestellt war alles von Rasenmäher über chinesische iPod-Kopien bis zum Maschinengewehr! ;)

Indian Trade Fair

Witzig fand ich den Prospekt zum Himalaya. Dazu eine Preisfrage ohne Preis:

Wo steht das Matterhorn?
a) Im Himalaya
b) In den Schweizer Alpen

Matterhorn im Himalaya?

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Order von oben: spielt!

Montag, 21. Januar 2008 23:59

Staries-GameWie könnte man die Produktivität in einem Projekt wirkungsvoll senken? Kreativer Ansatz in einem anderen, gerade im Abbruch begriffenen Projekt: Der Teamleader fordert das Team auf, an einem Online-Spiel teilzunehmen und die Punktezahl einzusenden - dann gibt’s Würdigung vom Projektmanager und sogar Preise zu gewinnen.

“Thanks for your efforts to maintain highest score as against XY’s score.”

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Wuppertal in Indien

Samstag, 19. Januar 2008 23:59

Kolkata soll die kulturelle Hochburg von Indien sein. Es mutet vielleicht seltsam an, dass wir uns mit “Bamboo Blues” eine Vorstellung vom Tanztheater Wuppertal angschaut haben. Wenn man sich aber über Pina Bausch informiert, von der das Stück stammt, fallen einem dann auch ihre Beziehungen zur indischen Kultur auf.

Die Verspätung des Fahrers hatte zur Folge, dass wir uns vor dem Eingang mit einer etwa 300 Meter langen Warteschlange konfrontiert sahen. Zu Tickets kam man irgendwie nur über Beziehungen, einen ticket counter gab es nicht. Zum Glück hatten wir einen Insider, ein Anruf genügte und wir wurden einfach so reingewunken.

Pina Bausch präsentiert 'Bamboo Blues'

Ich möchte mir nicht anmassen, hier den Kunstkritiker zu markieren, gerade wenn es so ziemlich mein erster Tanztheaterbesuch war. Ich habe auch nur die wenigsten Szenen verstanden (wenn überhaupt); Liebe, Zurückweisung, Schmerz und Glück waren zentrale Themen. Die restlichen Elemente musste man halt einfach auf sich wirken lassen, dann konnte man nach zwei Stunden aber einen ehrlichen Applaus spendieren.

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Nano, Moskitos und Vogelgrippe

Donnerstag, 17. Januar 2008 23:59

TATA Nano (Bild von Wikipedia)Das billigste Auto der Welt haben die Jungs vom Indischen Multikonzern TATA zusammengeschustert. Als “One Lakh Car” macht der kleine “Nano” getaufte Vierplätzer vor allem hierzulande Schlagzeilen, sprechen doch 100′000 Rupien (etwas mehr als CHF 3′000.-) eine relativ breite Kundschaft an. Bis nach Europa wird’s der Nano mit der hiesigen Ausstattung kaum schaffen (man hat halt auch bei der Sicherheit gespart), trotzdem gibt’s Gerüchte über eine Kooperation mit FIAT. Die Fabrik soll in Westbengalen entstehen, leider nach altbekanntem Muster: Sonderwirtschaftszonen erklären, Bewohner vertreiben, Proteste mit Polizeigewalt beenden.

Dass es wieder etwas wärmer wird in Westbengalen scheinen auch die Moskitos gemerkt zu haben - seit Kurzem sind Antibrumm und Stichsalben wieder griffbereit. Dass die so früh kommen hätte ich nicht gedacht, dauert es doch noch eine Weile bis sich die feuchte Jahrezeit zurückmelden wird.

Vogelgrippe in IndienEbenfalls zurückgemeldet hat sich H5N1, das Vogelgrippe-Virus. Oh Mann, schon mit Chicken war die Fleischauswahl eher klein. Auf KFC wollen wir aber nicht verzichten! ;) Nun, wenn die Vogelgrippe-Welle in Europa ankommt, gebt nicht uns die Schuld - wir haben nämlich ganz fleissig jede Menge Federviecher verputzt!

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Pfunzel™ wird endlich nützlich!

Samstag, 12. Januar 2008 23:59

Meine Lampe ohne Schalter zum ein- und ausschalten fristete lange Zeit eine Existenz am Boden in der Ecke meines Zimmers. Der Grund war die defekte Steckdose neben meinem Bett, welche seit unserem Einzug ins BJ-7 trotz mehrmaligen Versprechen nie repariert worden war.

Heute kam mal wieder ein Property-Geier vorbei, der mit Kreditkarte gefüttert werden wollte. Den machte ich gleich nochmals auf die Steckdose aufmerksam, und - so unglaublich es klingen mag - eine halbe Stunde später kam ein Elektriker. Nachdem er an der Steckdose, der Lampe und am Ventilator herumgeschraubt hatte und mit meinem gesponserten Klebeband ein zusätzliches Kabel in den defekten Anschluss gezogen hatte, da funktionierte zu meiner Freude der Stromanschluss neben dem Bett wieder.

Professionelle Verkabelung

Schnell noch ein Verlängerungskabel mit Schalter unter dem Bett zum Nachttischlein gezogen und schon kann meine Pfunzel™ seiner Bestimmung als Leselampe nachkommen!

Pfunzel™

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